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Ese que fui
Wie viel muss ein Körper leiden, um dazuzugehören?
Mit gerade einmal siebzehn Jahren findet die Protagonistin dieser Geschichte einen Ordner mit ihrem Namen. Beim Öffnen entdeckt sie eine Wahrheit: Sie ist intersexuell. Nach und nach erklärt sich alles: die Familiengeheimnisse, die Zeichen an ihrem Körper, der Schmerz, die Schuld.
Einundzwanzig Jahre später begibt sich Candelaria Schamun durch intensive Recherche auf die Spur ihrer eigenen Geschichte. So entsteht ein beeindruckendes autobiografisches Werk, in dem sie ihre Identität nach und nach rekonstruiert, um heute ihre Intersexualität feiern und verteidigen zu können – nicht ohne zuvor unvorstellbare, gewalttätige und schwierige Situationen schon in sehr jungen Jahren durchlebt zu haben.
Schamuns Erzählung ist kraftvoll, unverzichtbar, schonungslos und heilend. Eine Geschichte, die Vielfalt feiert und zugleich eindringlich aufzeigt, wie Unwissenheit Druck auf Körper im Namen einer vermeintlichen Normalität ausüben kann – und welche Folgen das hat.
«Ese que fui sollte in Kindergärten, Schulen, Gymnasien, Universitäten, Dörfern, Städten, Straßen, Parks gelesen werden… Vielleicht würden wir so anfangen zu verstehen, dass die Welt und die Körper nicht so sind, wie man uns sagte, dass sie sein müssten, und entdecken, dass sie auf keine Weise sein sollten». – Sabina Urraca
Über die Autorin:
Candelaria Schamun (La Plata, 1981) ist Journalistin und intersexuelle Schriftstellerin. Sie arbeitete als Kriminalreporterin bei der Zeitung Crítica, in der Gesellschaftssektion von Clarín und als journalistische Produzentin beim Sender C5N, stets verbunden mit narrativem und investigativem Journalismus. Sie ist auch Autorin von Cordero de Dios, über den Femizid an Candela Sol Rodríguez.
Mit Ese que fui. Expediente de una rebelión corporal wurde sie zu einer der wichtigsten Stimmen zum Thema Intersexualität im spanischsprachigen Raum. Das Buch wurde von Medien wie Infobae als eines der besten Sachbücher des Jahres hervorgehoben und erhielt Anerkennung von Organisationen wie Amnesty International Argentinien, die sie in ihrem Programm „Voces que transforman“ als eine der LGBTIQ+-Referentinnen hervorhob.