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Permafrost (Edición en español)
Permafrost ist das überraschende narrative Debüt von Eva Baltasar, ein kurzer und intensiver Roman, der den Körper, das Verlangen und die Einsamkeit mit schonungsloser Offenheit durch eine Erzählstimme erforscht, die so scharfzüngig wie klar ist.
In der Ich-Form geschrieben, führt uns die Geschichte in den Geist einer Frau ein, die sich hinter einer emotionalen Schutzschicht verbirgt, einer Art innerem Permafrost. Wie die dauerhaft gefrorene Erdschicht, die dem Buch seinen Titel gibt, trennt diese gefrorene Membran sie von der Außenwelt. Von dort aus beobachtet sie mit Ironie und Distanz alles um sich herum: eine obsessive und kontrollierende Mutter, eine Schwester, die in einer medikamentös stabilisierten Normalität lebt, und ein Umfeld, das ihr zutiefst fremd ist.
Die Protagonistin lebt mit suizidalen Impulsen und einem unerbittlichen Blick auf das Leben, doch gleichzeitig gibt sie sich intensiv dem hin, was sie am Leben hält: Sex mit anderen Frauen, Literatur und Kunst. Zwischen dem fleischlichen Hedonismus und der ständigen Anziehung zum Tod entwickelt sich die Erzählung wie ein elektrischer Monolog voller schwarzen Humors, Intelligenz und radikaler Offenheit.
Baltasars Schreibstil, geprägt durch ihre Laufbahn als Dichterin, ist voller körperlicher und kraftvoller Bilder, die den Körper zum eigentlichen Schauplatz des Romans machen. Permafrost ist so ein direktes, scharfes und zutiefst persönliches Werk, das über weibliche Freiheit, Verlangen, gewählte Einsamkeit und die Schwierigkeit, in der Welt zu leben, reflektiert.
Mit diesem Roman beginnt Eva Baltasar den narrativen Triptychon, der mit Boulder und Mamut fortgesetzt wird – drei miteinander verbundene Bücher, die verschiedene Phasen und Formen des Erlebens von Identität und weiblicher Erfahrung erforschen.