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Diario de una lesboterrorista de cuarentena en Londres – Noguera López
Ein Tagebuch, geschrieben auf einer Toilettenpapierrolle, weil die Pandemie Mist ist.
Im Jahr 2019 löst eine kranke Fledermaus eine globale Pandemie aus, und kurz darauf wird eine lesbische Frau mit Angstzuständen in einem orthodox-jüdischen Viertel im Osten Londons eingesperrt. Von dort aus beginnt Diario de una lesboterrorista de cuarentena en Londres: ein Notizbuch, das buchstäblich auf einer Toilettenpapierrolle geschrieben ist und das emotionale Exil einer paranoiden Protagonistin festhält, die versucht, sich selbst zu überleben, während es scheint, als würde die Welt untergehen.
Besessen von Sauberkeit, Käse und „geliehenem“ Wein, flüchtet sich die Erzählerin in kleine Marotten, die kaum den brutalen Bedarf an menschlichem Kontakt verdecken. Gleichzeitig führt sie eine Fernbeziehung mit „Ihr“, die sich durch Bildschirme, Sprachnachrichten und Missverständnisse dehnt und zusammenzieht, und deren physische Abwesenheit die Protagonistin zu einem neuen sexuellen Erwachen treibt, manchmal fast gegen ihren Willen.
Mit einem scharfen Ton und viel Humor verwandelt Noguera López die Ausgangssperre in eine queere Tragikomödie über die Selbstregulierung von Emotionen, psychische Gesundheit und Einsamkeit in Zeiten sozialer Isolation. Das Buch funktioniert als ein Generationstagebuch: eine Lesbe, gefangen zwischen ihren Ängsten, einem Viertel, das zugleich queer und ultraorthodox ist, prekärer Arbeit, Videotelefonaten und dem Gefühl, in einer Low-Cost-Apokalypse zu leben.
Diario de una lesboterrorista de cuarentena en Londres ist die erste Veröffentlichung der Autorin und bündelt ihre besondere Sichtweise: trashig, kritisch und zugleich zärtlich, mit einer Stimme, die klingt wie ein betrunkener Geständnis, eine nächtliche Sprachnachricht und ein verschmitzter Wink an alle, die versucht haben, während der Ausgangssperre in einer winzigen Wohnung nicht verrückt zu werden. Die Ausgabe enthält zusätzliches Online-Material, wie die offizielle Playlist zum Buch.
„Lesboterrorismus ist eine Bewegung, die die Welt mit Flanellhemden und Dr. Martens lesbisch machen will.“ Noguera López
Über die Autorin:
Noguera López (El Ejido, Almería, 1989) hat einen Abschluss in Werbung und arbeitete als Kreativtexterin in Barcelona. 2018 wurde sie für den Master im Drehbuchschreiben an der London Film School aufgenommen, wo sie mehrere Projekte entwickelte, eines davon wurde für die Cannes Series Residency vorausgewählt. Seitdem verbindet sie ihre Arbeit im Marketing mit dem Schreiben von Erzählungen, Film und Fernsehen; 2022 nahm sie mit ihrem Spielfilm Esparta an der Generamma-Residency teil. Laut Verlag ist ihre ungewöhnlichste Seite die als Sammlerin: Sie besitzt eine Meme-Galerie mit über tausend Stücken.