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En La Sombra Del Sueño Americano. Diarios (1971-1991)
Getreu seiner autodidaktischen Ausbildung überschritt David Wojnarowicz die Grenzen zwischen Sprachen, Medien und Handlungen und entging eindeutigen Definitionen: Er war Maler, Musiker, Fotograf, Schriftsteller, Super-8-Filmemacher und eine entscheidende Figur der lebhaften sozialen und kulturellen Szene des East Village in New York in den achtziger Jahren. Aus seinem kraftvollen Werk ragt sein gemeinschaftlicher Geist hervor – in fließender Verbindung mit anderen – aber auch sein Widerstandsgeist. Als Mitglied des Kollektivs act-up war Wojnarowicz ein sehr engagierter Aktivist in den Identitätspolitiken der Homosexuellen vor und während der Aids-Epidemie, eine Krankheit, die ihm Freundschaften und Lieben raubte und die ihn 1992 im Alter von 37 Jahren selbst dahinraffte.
In diesem Buch wird der Hintergrund der Bühnen gezeigt, die die Hauptakteure seiner bekanntesten Werke sind, und es ist die ständige Aufzeichnung seines Körpers präsent, die sich verschärft, als er die Diagnose HIV-positiv erhält. Er ist sich bewusst, dass er sich mit einem Virus angesteckt hat, das zudem das Schlimmste einer kranken Gesellschaft verkörpert; einer Gesellschaft, die Abweichungen immer mehr an den Rand drängt und sie ihrem Schicksal überlässt. Im Schatten des amerikanischen Traums zeigt sich die private Aufzeichnung eines sensiblen und engagierten Wojnarowicz, überwältigt von den Forderungen des Überlebens, der Vergnügen und Freiheit verfolgt, selbst wenn am Ende des Tunnels kein Licht mehr ist.