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La otra manzana de Eva
Im Inneren des Spaniens im Goldenen Zeitalter, wo die Inquisition lauert und Klöster Geheimnisse bewahren, befindet sich Liliana – eine junge Gräfin von edler Geburt, aber rebellischer Seele – gefangen in einer Existenz, die sie nicht gewählt hat. Ihr Körper gehört einem brutal herzlosen Ehemann; ihr Herz einer Frau, die sie mit einer so tiefen wie verbotenen Liebe liebt, einer Liebe, die nur frei in Briefen, Texten und Gedichten ausgedrückt werden kann.
Was ihre Geliebte ihr schreibt, sind Worte voller Verlangen, Überlegungen, die die göttliche Ordnung infrage stellen, Fabeln, die die Hüter des Glaubens lächerlich machen. Es sind Worte, die die Kirche auf dem Scheiterhaufen verbrennen würde, wenn sie sie entdeckte. Und sie entdeckt sie schließlich.
Aber es sind Worte, die beide als die einzigen Beweise dafür bewahren, dass ein echtes Leben jenseits des Scheins der Gehorsamkeit gegenüber den Regeln möglich ist.
Als die Jahre des Wartens enden und ihre Geliebte wieder auftaucht, versteht Liliana, dass wahre Liebe kein Ausgleich zum täglichen Grauen ist: Sie ist ein Akt der Rebellion. Doch die Freiheit muss erkämpft werden und manchmal gewinnt man sie nur zum Preis der Rache.
Eine Rache, die sorgfältig, unerbittlich, perfekt sein wird und Entschlossenheit, Intelligenz und sogar Kohärenz und Loyalität zu den eigenen Werten erfordert.
Durch eine Prosa, die die Härte der Gewalt mit der Schönheit klassischer Poesie wechselt, webt La otra manzana de Eva die Geschichte von drei Frauen, die sich weigern, Opfer zu sein. Es ist ein Roman über das Recht auf Verlangen, über das Schreiben als Waffe der Rettung und über die Rituale der Selbstjustiz, die Frauen erfinden, wenn das Gesetz sie für das Vergehen verurteilt, sie selbst zu sein.